HELENA. Plädoyer für eine Schlampe

Monolog von Miguel del Arco

 

Helena – GEORGETTE DEE

 

Inszenierung: Elias Perrig

Musik: Georgette Dee & Terry Truck

Bühne & Kostüm: Merit Fakler

Dramaturgie: Wolfgang Seidenberg & Male Günther

 

Public Relations: Karin Kleibel

Produktionsleitung: Hans Piesbergen

 

Eine Produktion von Theater Wahlverwandte

in Kooperation mit dem Renaissance-Theater Berlin

www.renaissance-theater.de

Die schönste Frau der Welt zu sein ist wirklich kein Spaß.

Die schönste Frau der Welt gewesen zu sein ist schlichtweg eine Katastrophe.

„Jetzt rede ich.“

Als sie jung war, war sie Spielball der Männer, die sie umschwirrten. Jetzt darf die Göttliche nicht sterben
und lebt ewig auf der Hinterbühne des Welttheaters.
Sie ist einsam, unsterblich einsam.
Sie verließ ihren Mann und folgte Paris, ihrer großen Liebe.

Doch ein Mythos darf nicht lieben.

Aus der Sicht der schönsten Frau der Welt blickt sie zurück auf einen Krieg, der von Männern um Macht
und Reichtum geführt wurde, und auf eine Karriere, von der nicht mehr geblieben ist als Einsamkeit
und eine Kiste voller Erinnerungen:

Als Star verehrt wie vermarktet, als gefallene Diva gebannt im Bild, das die öffentliche Meinung
von ihr zeichnet. Mit Witz und Ironie entlarvt sie die Mechanismen Ruhmhungriger und Geldgieriger.

Die Geschichte teilt die Beteiligten auf in tragische Helden, treue Frauen und eine Schuldige:
Die Schöne, die Schlampe.

Termine

  • Fr
    22
    Sep
    2017
    20:00T:K - Theater in Kempten

    Deutsche Erstaufführung

Georgette Dee ist ganz in ihrem Element. Ein Höllenritt zwischen Pathos und Selbstironie, Zusammenbruch und sich wieder Aufrappeln, intelligenter Zote und Lebensweisheit – das hat Witz und Tiefe.

Zitty, 29.10.2015, Gerd Hartmann

Georgette Dee’s Helena ist verdammt heutig. Eine verzickte
Untote, eine Sängerin, die dem Sexsymbol und Superstar-­Dasein nachtrauert.

Inforadio Berlin, 14.10.2015, Ute Büsing

Die Rolle der „Helena“ passt zu Georgette Dee, als sei sie ihr auf den Leib geschrieben. Die Dee wäre nicht die Dee, wenn sie sich die Helena nicht völlig angeeignet, ja anverwandelt hätte.

Berliner Morgenpost, 15.10.2015, Peter Zander

„Danke Georgette, für den großartigen berührenden Abend!“

„Ein MUSS !“

Zuschauerstimmen

„Eine großartige schauspielerische Leistung!
Der Abend hat mich berührt und im besten Sinne unterhalten.“

Zuschauerstimme

Miguel del Arco’s „Plädoyer für eine Schlampe“, das eigentlich ein Plädoyer gegen den Krieg ist, dürfte ins deutschsprachige Repertoire eingehen.

Schweizerische Depeschen Agentur, 25.10.2014, Irene Widmer

GEORGETTE DEE ist „Die schöne Helena“

Mit Georgette Dee wird Helena zur Diseuse, zur Diseuse von Macht und Ruhm, von Krieg und – vor allem – von Liebe.

Georgette Dee ist die Diva und ironisiert die Diva. Sie ist eine Ikone des Transgender. Sie steht wie kaum eine andere Künstlerin für die Verbindung von Unterhaltung und bissiger Intelligenz, von hoher Emotionalität und klarer Weltsicht.

Ein Theaterabend mit GEORGETTE DEE als berühmteste Schlampe der Weltgeschichte, die dieses Image wirklich satt hat.

„Die Zeit“ bezeichnete sie als „Deutschlands größte lebende Diseuse“; Le Monde schrieb „Sie will alles – sie gibt alles. Das Paradies vor den Pforten der Hölle.“
Georgette Dee ist eine deutsche Kunstfigur und tritt als Sängerin und Schauspielerin auf mit Gastspielen am Schillertheater Berlin, Berliner Ensemble, Burgtheater Wien, Odeon Paris, Kammerspiele München, u.v.a.
Sie wurde ausgezeichnet mit dem Deutschen Kleinkunstpreis und dem Kritikerpreis der „Berliner Zeitung“.
Als Schauspielerin war sie am Berliner Ensemble, Theater am Kurfürstendamm, am Nationaltheater Mannheim, Schauspiel Frankfurt, Schauspiel Hannover, u.a. tätig.
Mit dem Regisseur Elias Perrig verbindet Georgette Dee eine langjährige künstlerische Zusammenarbeit („Kugeln überm Broadway“, Konstanz; „Das weite Land“, Basel; „Wie es Euch gefällt“, Heidelberg).

Copyright André Böhm

 

„Georgette Dee ist die perfekte Diva — göttlich eben. Wenn sie die Bühne betritt, jagt sie einem heisskalte Schauer über den Rücken. Schreiend, gurrend, flüsternd, heulend, tobend und seufzend kämpft sie sich durch ihre Lieder. Eine Diseuse, die an Marlene Dietrich gemahnt, an Judy Garland, an Zarah Leander, an Hildegard Knef oder an ihr grosses Vorbild Nina Simone — und doch immer Georgette ist.“

 

Yann Allegret

Der Autor. Miguel del Arco

Der Schauspieler, Produzent und Dramatiker Miguel del Arco, 1965 in Madrid geboren, gehört zu den produktivsten und erfolgreichsten Theatermachern Spaniens. Unter seinen zahlreichen Auszeichnungen befinden sich mehrere Premios MAX (spanischer Theaterpreis), der Preis „Valle Inclán“, der für herausragende Madrilener Theaterproduktionen gestiftet wurde, und der Kulturpreis der Stadt Madrid.

2011 schrieb er für die Schauspielerin Carmen Machi den dramatischen Monolog „Juício a una zorra“, der beim Festival von Mérida im Teatro Romano uraufgeführt wurde und von dort aus einen Siegeszug durch zahlreiche Theater Spaniens antrat. Carmen Machi wurde für die Rolle der Helena mit dem Preis „Valle Inclán“ ausgezeichnet und für den Premio MAX nominiert.

Der Regisseur. Elias Perrig

Der Schweizer Elias Perrig, ehemaliger Schauspielchef des Basler Theaters, arbeitet seit Jahren mit Georgette Dee zusammen. Zuletzt spielte sie in seinen Inszenierungen von Shakespeare’s “Wie es Euch gefällt” und Schnitzlers “Das weite Land”. Elias Perrig ist nicht nur ein äußerst erfahrener und humorvoller Regisseur und genauer Denker, sondern hat auch ein präzises Gespür für genreüberschreitende Texte und Projekte.

über „Das weite Land“: „Triumph aus Vergnügen – Elias Perrig hat die Vorlage Schnitzlers aufs Wesentliche gekürzt und in ihrem Kern eine erstaunlich aktuelle Zeitdiagnose sichtbar gemacht“.

zu Shakespeares „Wie es Euch gefällt“: „In Heidelberg gelang eine Komödien-Produktion auf dem schmalen Grad zwischen heiter-absurdem Spaß und wohldosiertem Tiefsinn – Shakespeare, dem Regisseur und den Schauspielerinnen und Schauspielern sei Dank.“

www.nachtkritik.de

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