GOETHE - WAHLVERWANDTSCHAFTEN

dramatisiert von Silvia Armbruster

 

Eduard: Hans Piesbergen

Charlotte: Julia Jaschke

Otto: Christian Kaiser

Ottilie: Corinne Steudler (ab Herbst 2016)

 

Inszenierung: Silvia Armbruster

Bühne: Barbara Kaesbohrer

Kostüme: Silvia Armbruster

Lichtkonzept: Hans Peter Boden

Choreographie: Ramses Siegel

Musik: Melanie, Michael Nyman, Arvo Pärt, Maurice Ravel

 

Uraufführung 1998 in München, Teamtheater Tankstelle

210 Vorstellungen in München, Wien, Berlin, Bremen, Stuttgart, Nürnberg, Brausnchweig, u.v.a.

 

Goethes berühmter Roman

von den Naturgesetzen des Herzens

und der Anarchie der Gefühle

 

Ein malerischer Landsitz, ein verliebtes Ehepaar in den besten Jahren.

Ein guter Freund und eine Nichte sollen die Idylle bereichern.

Doch wahlverwandte Anziehungskräfte setzen Leidenschaften in Gang,

die in einem geheimnisvoll gezeugten Kind sichtbar werden…

Termine

Betörender Goethe: Sinnlich und modern

Kurier, Wien

Dieses Ensemble dürfte eine Entdeckung für das Berliner Theater sein!

ZITTY, Berlin

Humorvoll, minimalistisch, intensiv, kreativ, zeitgemäß, voller Überraschungen und dabei ganz dicht am Original

Augsburger Allgemeine

Silvia Armbruster ist die subtile Dramatisierung und die noch brillantere Inszenierung mit geringsten Mitteln aber grandioser Phantasie zu danken.

ORF, Wien

ausgezeichnet mit dem

„AZ-Stern“

der Abendzeitung München

 

Das Stück

Unsere Aufführung konzentriert sich auf die vier zentralen Figuren von Goethes pikanter ménage a quatre:

Eduard ein außergewöhnlich charmanter, unterhaltender Mann und Charlotte, eine lebenserfahrene, kultivierte Frau in der Blüte ihrer Jahre, haben sich von allen gesellschaftlichen Verpflichtungen zurückgezogen und genießen ungestört ihr gemeinsames Leben auf ihrem Landsitz. Bis Otto auftaucht, der Jugendfreund Eduards, ein stellungsloser Architekt, der sich mit großer Energie in die Gestaltung der Gartenanlage einmischt. Von der Schaffenskraft des Freundes angesteckt arbeitet Eduard mit; Charlotte sieht ihren Ehemann bald nur noch abends. Da trifft Ottilie ein, Charlottes Nichte, die ihr Internat verlassen musste. Charlotte nimmt sich ihrer mütterlich an. Beinahe gelingt es ihr, Harmonie und Gleichklang in der kleinen Runde zu stiften, da kommt ein weiterer Gast und stört das sensible Gleichgewicht:

die Liebe.

Beinahe unmerklich tritt sie ein, entflammt die vier Herzen. Völlig ungehemmt verlieben sich Eduard und Ottilie ineinander – Weniger ungezügelt, doch ebenso hingebungsvoll begehren sich auch Charlotte und Otto, die „vernünftig“ mit der Situation umzugehen versuchen. Charlotte ist es, die einer Scheidung nicht zustimmt, da sie entdeckt, dass sie von Eduard schwanger ist…

Goethes Versuchsanordnung menschlicher Beziehungsgeflechte hat an Sprengkraft nichts verloren. Seine These, “jede Ehe solle nur auf fünf Jahre angelegt sein”, wirkt auch im 21.Jahrhundert noch provokant, selbst unter dem Gesichtspunkt des außerehelichen Zusammenlebens in unserer Gesellschaft.

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